Das Meditationskissen

Meditationskissen sind eine wunderbare Unterstützung für deine Haltung in der Meditation. Du darfst dabei nämlich entspannt sein, sodass du problemlos mehrere Minuten bequem sitzen kannst. Es fördert zudem deine Aufrechte Sitzhaltung.

Meine Yogalehrerin fragt immer, ob wir uns vorstellen können in einer Sitzposition mehrere Stunden zu verweilen. Wenn es Kleinigkeiten gibt, die dich beim Sitzen noch stören, solltest du eine entspanntere Position wählen. Auf die richtige Sitzposition beim Meditieren gehe ich in diesem Beitrag genauer ein.

Das für deinen Körper passende Meditationskissen hält deine Wirbelsäule aufgerichtet und gerade. Das tut es, indem es deine Sitzposition leicht anhebt. So schafft es etwas mehr Platz, um deinen Körper zu entspannen und deinen Atem frei fließen zu lassen. Idealerweise befinden sich deine Knie unterhalb deines Beckens. Du darfst deinen Körper dabei entspannen und es sollten niemals Schmerzen aufkommen.

Aber nun zu den verschiedenen Meditationskissen. Grundsätzlich kannst du bei deiner Auswahl auf folgende Kriterien achten:

Kissenform

Kissenfarbe

Kissenfüllung

Kissenhöhe

Sitzposition

Wie finde ich die richtige Kissenhöhe?

Pauschal lässt sich die Frage nach dem „richtigen“ Meditationskissen nicht beantworten. Es gibt aber ein paar Faktoren, die du bei deiner Auswahl beachten kannst.

Es kommt auch ganz auf die Flexibilität deines Körpers an. Wie flexibel bist du? Wie groß bist du? Hast du Probleme oder Schmerzen in deinen Knien? Bevorzugst du ein hartes oder ein weiches Kissen für deine Meditation?

Kissen gibt es in unterschiedlichen Höhen. In der Regel sind sie zwischen 10 cm und 30 cm hoch.

Du kannst schon bequem im Lotus- oder Schneidersitz und Fersensitz sitzen und bist circa 1,70 cm groß? Deine Hüftöffnung, also die Flexibilität deiner Hüfte ist gut ausgeprägt? Und deine Knie sind gesund und belastbar? Dann unterstützt dich ein niedriges Meditationskissen, das circa 10 cm hoch ist.

Du bist etwas größer als 1,70 cm und hast etwas längere Beine? Du möchtest gerne im Schneidersitz meditieren, bist aber nicht ganz so flexibel und hast eventuell leichte Beschwerden in den Knien, der Beinmuskulatur oder der Hüfte? Dann kann dich ein mittelhohes Meditationskissen mit etwa 15 bis 25 cm gut unterstützen.

Hast du sehr lange Beine und bist über 1,80 cm groß, möchtest im Schneidersitz meditieren und bist nicht so gelenkig in der Hüfte, dann kannst du auf höheres Meditationskissen zurückgreifen.

Noch ein kleiner Tipp: Baue dir doch aus Büchern zunächst einen Sitz und prüfe welche Höhe für dich angenehm ist. Dann messe diese Höhe aus und du weißt welches Kissen sich für dich am besten eignet.

In folgendem Video wird dir genau erklärt, wie du angenehm sitzt und die für dich passende Sitzhöhe findest:

Welche Kissenformen gibt es?

Das runde Kissen

Das am meisten genutzte Kissen hat eine runde Form. Du kennst es sicherlich schon aus deinem Yoga Studio. Es hebt deine Hüfte und deinen Oberkörper leicht an. So können deine Beine bequem ruhen.

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Das V-förmige und das ovale Kissen

Beide Meditationskissen unterstützen dich optimal, wenn du Knie- oder Rückenprobleme hast. Es stütze deine Oberschenkel und dein Becken. Es eignet sich auch ideal für Menschen, die schon bequem auf dem Boden sitzen jedoch etwas mehr Unterstützung und Polsterung benötigen.

Probiere auch einmal aus, damit auf dem Stuhl zu sitzen. So kannst du es zusätzlich in deinen Alltag im Büro nutzen.

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Das rechteckige Kissen

Aufgrund seiner Form ist dieses Sitzkissen besonders hoch und eignet sich gut für Menschen, die großgewachsen sind. Und für Menschen, die von sich selbst behaupten, eher nicht so gelenkig zu sein. Auch wenn du Schwierigkeiten hast auf dem Boden zu sitzen, ist dieses Kissen ideal für dich.

Die Höhe und Form bieten zusätzlich einen stabileren und höheren Sitz.

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Welches Füllmaterial gibt es?

Kapok

Kapok ist eine Naturfaser aus der Samenschale des Kapok Baumes. Dieser ist in Regenwäldern der ganzen Welt zu finden und kann natürlich geerntet werden. Besonders die Weichheit und die Schimmelresistenz sprechen für dieses Material.

Es wird zudem schon seit Jahrhunderten als Füllmaterial für Sitzkissen verwendet, ist elastisch und seidig.

Ein kleiner Nachteil ist, dass es sich über Monate und Jahre hinweg komprimiert, sodass du es vermutlich nach einiger Zeit nachfüllen musst.

Insgesamt ist der Sitz auf einem Meditationskissen, das mit Kapok gefüllt ist, fester als zum Beispiel auf einem, das mit Buchweizenspreu gefüllt ist. Das verleiht dir aber einen stabileren Sitz.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es auch gut für Allergiker geeignet ist. Denn diese Pflanzenfaser zieht kaum Milben an und ist sehr atmungsaktiv.

Wolle

Wolle ist auch ein natürliches Material und für die Füllung des Meditationskissens gut geeignet. Es komfortabel und ein guter Isolator, da es wärme gut speichern kann.

Nachteilig ist zum Beispiel, dass Wolle nicht ganz so fest ist und eher nachgibt. Hier ist dein persönlicher Geschmack gefragt. Wenn du lieber leicht sitzt, dann ist ein Kissen mit Woll-Füllung gut für dich.

Dinkelspelzen und Buchweizenspreu

Diese Materialien sind die äußere Hülle des Dinkel- bzw. Buchweizenkorns und werden bei der Ernte als Abfallprodukt behandelt. Umso schöner, dass dieses Produkt für dein Meditationskissen Eingesetz werden kann.

Auf einem Kissen mit Dinkelspelzen oder Buchweizenspreu Füllung sitzt du wie auf Sand. Es passt sich deiner Körperform gut an. Das Material ist lange haltbar und hygienisch.

Ein weiterer kleiner Vorteil ist, dass es ziemlich gut riecht, umweltfreundlich ist und ein geringes Gewicht hat.