Richtig sitzen beim Meditieren

Meditationskissen, Meditationsbank und Meditationsmatte werden besonders von denjenigen bevorzugt, die Meditation neu für sich entdeckt haben. Doch auch Fortgeschrittene greifen gerne auf diese bewährten Hilfsmittel zurück.

Denn Meditationskissen und Co. erleichtern die Tiefenentspannung, indem sie die richtige Sitzhaltung beim Meditieren fördern. Das wird es dir erleichtern, länger entspannt zu sitzen. Vor allem in der für dich idealen Sitzposition.

 

Wenn du deine Aufmerksamkeit so viel wie möglich im Körper hältst, dann bist du im Jetzt verankert. Du verlierst dich weder in der äußeren Welt noch in deinem Verstand. Gedanken und Gefühle, Ängste und Wünsche können dann zwar noch da sein, aber sie überwältigen dich nicht.Eckhart Tolle

Warum ist die richtige Sitzhaltung beim Meditieren so wichtig?

Die Vorteile des Meditierens entfalten sich erst durch die richtige Sitzhaltung.

In der Philosophie des Raja Yoga geht der hinduistische Mönch Swami Vivekananda ausführlich auf die richtige Sitzhaltung und deren Bedeutung für die Meditation ein. Raja Yoga wird auch als das Yoga der Meditation bezeichnet.

In seinem Buch „Raja Yoga* – A Scientific Method for Mental Modifications“ schreibt er, dass es bei der Körperhaltung lediglich auf eins ankomme: Eine gerade Wirbelsäule. Das ist alles! Die Wirbelsäule muss in einer geraden und natürlichen Position sein.

Warum ist es wichtig, dass die Wirbelsäule beim Meditieren gerade ist?

Alles ist Energie. Das besagt nicht nur die Yogaphilosophie, sondern wird auch von den Naturwissenschaften bestätigt. Selbstverständlich ist unser Körper davon nicht ausgeschlossen. In unserem Körper soll es mehr als 72.000 sogenannte „Nadis“ geben. Nadis sind die Energiekanäle in unserem Körper, durch die das Prana, also die Lebensenergie, fließt.

Die drei Hauptnadis sind Ida, Pingala und Sushumna. Ida ist die weibliche, linke Seite des Körpers. Pingala ist die rechte, männliche Seite. Sushumna ist die Wirbelsäule. Die Körpermitte. Die wichtigsten Energiepunkte werden als Chakras bezeichnet und verlaufen entlang der Wirbelsäule.

Wenn Wirbelsäule gerade ist, kann die Energie frei fließen.

Außerdem erleichtert eine gerade Körperhaltung die freie Atmung, beugt Rückenschmerzen vor und ermöglicht eine bessere Durchblutung der inneren Organe.

Die ideale Körperhaltung beim Meditieren.

Die ideale Körperhaltung beim Meditieren ist der volle Lotussitz. Dabei ist die Wirbelsäule in einer idealen Position. Außerdem ist diese Haltung stabilisierend und ermöglicht somit eine tiefe und dauerhafte Meditation, ohne dass man das Gleichgewicht verliert.

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Es ist auch möglich im halben Lotussitz zu meditieren.

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Du kannst aber auch im Schneidersitz meditieren.

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Der Fersensitz ist eine weitere Sitzposition, die du ausprobieren kannst. Damit dir die Beine nicht einschlafen und die Füße dir nicht nach einer Weile wehtun, hilft dir die Meditationsbank.

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Für den Anfang ist es auch völlig okay, wenn du dich mit aufrechtem Rücken auf einen Stuhl setzt. Achte darauf, dass dein Oberkörper aufgerichtet und nicht an der Lehne des Stuhls angelehnt ist. Deine Hände kannst du locker auf die Beine oder im Schoß zusammenlegen. Dein Becken darf wie in allen Haltungen leicht nach vorne gekippt sein. Auch hier darfst du auf Meditationskissen zurückgreifen.

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Es ist nicht für jeden leicht, stundenlang im Lotussitz zu verharren. Vor allem soll dir die Meditation eine tiefe Entspannung ermöglichen, die zu innerer Ruhe und Erkenntnis führt.

Daher ist ein Hilfsmittel wie Meditationsmatte, Meditationskissen oder eine Meditationsbank hervorragend dafür geeignet, eine förderliche Sitzhaltung zu etablieren und die Vorteile der Meditation zu genießen.

Meditationskissen, Meditationsbank und Meditationsmatte als ideale Hilfsmittel beim Meditieren.

Hilfsmittel dürfen beim Meditieren eingesetzt werden, weil es letztlich darauf ankommt, in einen tiefen Entspannungszustand zu kommen. Und unter Verwendung der Hilfsmittel gelingt dir das gerade am Anfang sehr gut.

Wer sich im Schneidersitz, im halben oder vollen Lotussitz abmüht und deshalb unter ständigen Schmerzen leidet, wird die Vorteile der Meditation nicht voll und ganz auskosten können.

Im Gegenteil. Es sollte ein entspanntes und angenehmes Körpergefühl angestrebt werden. Das gilt sowohl für Yoga Asanas, als auch für das Meditieren.

Daher dürfen sogar sehr gerne Hilfsmittel wie Meditationskissen, Meditationsmatte und eine Meditationsbank benutzt werden. Scheue dich also nicht, die für dich passende Unterstützung auszuprobieren.

Der Zweck dieser Hilfsmittel ist es, das Gesäß leicht anzuheben und somit die Wirbelsäule in eine gerade und natürliche Position zu bringen.

Dabei entspricht die Meditationsmatte der niedrigsten Höhe. Die Meditationsbank ist die höchste. Es gibt auch hier unterschiedliche Größen und Variationen.

Je nach Bequemlichkeitsempfinden kann durchaus zwischen den unterschiedlichen Hilfsmitteln variiert oder kombiniert werden. Du kannst dir auch eine gemütliche Meditationsecke einrichten. Dazu nutzt du eine Meditationsmatte, als Basis um den Untergrund bequemer zu machen. Darauf kannst du dann mit einer Meditationsbank oder den Meditationskissen meditieren.

 Die Vorteile des Meditationskissens

Ein Meditationskissen ist im Vergleich zur Meditationsbank etwas niedriger. Das Kissen hebt das Gesäß und den Beckenboden leicht an und kann daher als sehr entlastend für den Rücken und auch die Knie empfunden werden. Es ist für Menschen geeignet, die längeres Sitzen auf dem Boden als unangenehm empfinden.

Das Kissen als Hilfsmittel kann zu einer tieferen und längeren Meditationsphase beitragen.

 Die Vorteile der Meditationsbank

Mit einer Meditationsbank kann die Körperhaltung effizient verbessert und ein noch tieferer Entspannungszustand erreicht werden.

Sie ist ideal für Anfänger geeignet. Auch Menschen mit Knie- und Rückenproblemen profitieren von diesem Hilfsmittel, denn sie entlastet deinen unteren und oberen Rücken sowie deine Beine.

 Die Vorteile der Meditationsmatte

Die Meditationsmatte ist das perfekte Hilfsmittel für Fortgeschrittene Meditierende. Sie fühlen sich wohl, wenn sie auf dem Boden sitzend meditieren.

Doch nach einiger Zeit kann es zu Schmerzen im unteren Rückenbereich und in den Sitzhöckern kommen.

Dann ist die Meditationsmatte das perfekte Hilfsmittel, denn sie entlastet deinen unteren Rücken und sorgt für einen weichen und bequemen Untergrund. Sie ist auch hervorragend geeignet um dir deine eigene Meditationsecke, sozusagen deinen Rückzugsort, einzurichten.


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